Schonkost für den Darm: Rezepte & Tipps 2026

Schonkost für den Darm ist eine bewährte Ernährungsform, die bei Magen-Darm-Beschwerden, Darmentzündungen und nach Infekten schnelle Linderung verschafft. Diese Ernährungsweise entlastet den Verdauungstrakt durch leicht verdauliche Lebensmittel und fördert die Regeneration der Darmschleimhaut. In Deutschland leiden jährlich etwa 12 Millionen Menschen an akuten Magen-Darm-Infekten, bei denen Schonkost eine zentrale Rolle in der Genesung spielt. Die richtige Auswahl an Nahrungsmitteln kann Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen deutlich reduzieren.

Was ist Schonkost für den Darm und wie wirkt sie

Schonkost für den Darm, auch als gastroenterologische Leichtkost bezeichnet, ist eine spezielle Ernährungsform, die den Verdauungstrakt minimal belastet und gleichzeitig alle wichtigen Nährstoffe liefert. Das Prinzip basiert auf der Auswahl von Lebensmitteln, die schnell verdaut werden und keine übermäßige Produktion von Magensäure oder Darmbewegungen auslösen. Die Darmschleimhaut erhält dadurch die Möglichkeit zur Regeneration, während gleichzeitig Entzündungsprozesse reduziert werden.

Im Gegensatz zu veralteten Diätkonzepten aus den 1980er Jahren umfasst moderne Schonkost deutlich mehr Lebensmitteloptionen. Studien aus 2025 zeigen, dass eine zu restriktive Ernährung die Heilung sogar verzögern kann. Die aktuelle Schonkost-Empfehlung fokussiert sich auf individuell verträgliche Lebensmittel und eine schrittweise Kostaufbau. Wichtig ist die Zubereitung: Gedünstetes, Gekochtes und Gedämpftes wird bevorzugt, während frittierte, stark gewürzte oder sehr fettreiche Speisen gemieden werden sollten.

Die besten Lebensmittel für Schonkost bei Darmproblemen

Eine durchdachte Lebensmittelauswahl ist der Schlüssel zum Erfolg bei Schonkost. Die folgende Zusammenstellung basiert auf aktuellen gastroenterologischen Empfehlungen 2026 und berücksichtigt sowohl Verträglichkeit als auch Nährstoffgehalt. Diese Lebensmittel unterstützen die Darmgesundheit optimal und fördern eine schnelle Genesung.

Gut geeignete Lebensmittel für die Darmschonkost

Bei Getreide und Beilagen empfehlen sich besonders Kartoffeln, weißer Reis, feiner Haferbrei, altbackenes Weißbrot und Zwieback. Diese Kohlenhydratquellen liefern Energie, ohne den Darm zu belasten. Nudeln aus hellem Mehl sind ebenfalls gut verträglich, wobei Vollkornprodukte zunächst gemieden werden sollten. Eine Portion gekochter Reis mit 200 Gramm liefert etwa 260 Kalorien und ist nahezu fettfrei.

Gemüse sollte immer gekocht oder gedünstet verzehrt werden. Karotten, Kürbis, Zucchini, Fenchel und Pastinaken sind besonders schonend. Auch gekochte Sellerie und junge Erbsen werden meist gut vertragen. Rohkost ist während der akuten Phase zu vermeiden, da sie die Darmmotilität zu stark anregt. Ein bewährtes Rezept ist Karottensuppe nach Moro, die durch ihre Pektine Krankheitserreger bindet.

Bei Proteinquellen eignen sich mageres Geflügelfleisch wie Hähnchenbrust, fettarmer Fisch wie Kabeljau oder Scholle, und fettarmer Quark. Gekochte Eier in Maßen, circa zwei bis drei pro Woche, sind ebenfalls verträglich. Wichtig ist die fettarme Zubereitung durch Dämpfen oder Kochen. Eine 150-Gramm-Portion Hähnchenbrust liefert etwa 30 Gramm hochwertiges Protein bei minimalem Fettgehalt.

Ungeeignete Lebensmittel bei Darmproblemen

Bestimmte Lebensmittel verschlimmern Darmbeschwerden und sollten während der Schonkost-Phase konsequent gemieden werden. Fettige Speisen wie Pommes frites, Bratkartoffeln, fettiges Fleisch und Wurstwaren belasten das Verdauungssystem erheblich. Auch Milchprodukte mit hohem Fettgehalt wie Sahne, Vollmilch über 1,5 Prozent Fett und fetter Käse sind problematisch.

Blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Paprika und frisches Brot fördern Gasbildung und Bauchschmerzen. Scharfe Gewürze, Chili, Pfeffer und stark gewürzte Fertigprodukte reizen zusätzlich die Darmschleimhaut. Auch Rohkost, frisches Obst mit hohem Säuregehalt wie Zitrusfrüchte und unverdünnte Fruchtsäfte sind während der akuten Phase ungeeignet. Koffeinhaltige Getränke, Alkohol und kohlensäurehaltige Limonaden sollten ebenfalls vermieden werden, da sie die Magenschleimhaut reizen.

Schonkost Rezepte für den Darm

Praktische Schonkost-Rezepte erleichtern die Umsetzung im Alltag erheblich. Diese Gerichte sind nicht nur magenfreundlich, sondern auch schmackhaft und nährstoffreich. Die folgenden Rezepte haben sich in der Praxis besonders bewährt und lassen sich einfach zubereiten.

Karottensuppe nach Moro für akute Beschwerden

Die Morosche Karottensuppe ist ein Klassiker bei akutem Durchfall und wurde bereits 1908 entwickelt. Für die Zubereitung werden 500 Gramm geschälte Karotten in einem Liter Wasser mindestens 60 Minuten gekocht. Die lange Kochzeit ist entscheidend, da sich dabei Oligosaccharide bilden, die Krankheitserreger im Darm binden. Nach dem Kochen werden die Karotten püriert, mit einem Teelöffel Salz gewürzt und mit abgekochtem Wasser auf einen Liter aufgefüllt. Diese Suppe kann über den Tag verteilt in kleinen Portionen gegessen werden und unterstützt die Darmregeneration effektiv.

Haferschleimsuppe als Magenschutz

Haferschleimsuppe bildet einen schützenden Film auf der Magenschleimhaut und ist besonders bei Gastritis geeignet. Für eine Portion werden 40 Gramm feine Haferflocken in 400 Milliliter Wasser unter ständigem Rühren aufgekocht und 10 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln gelassen. Bei Bedarf kann die Suppe durch ein Sieb gestrichen werden für eine besonders feine Konsistenz. Eine Prise Salz verfeinert den Geschmack. Der hohe Gehalt an Beta-Glucanen macht Haferschleim zu einem wertvollen Schonkost-Gericht mit beruhigender Wirkung.

Gedünstetes Hähnchenfilet mit Reis

Ein ausgewogenes Hauptgericht besteht aus 150 Gramm Hähnchenbrustfilet, das in fettfreier Pfanne oder im Dampfgarer mit etwas Salz gegart wird. Dazu werden 200 Gramm weißer Reis in ungesalzenem Wasser gekocht. Als Beilage eignen sich 150 Gramm gedünstete Zucchini oder Karotten. Dieses Gericht liefert etwa 450 Kalorien, 35 Gramm Protein und nur 4 Gramm Fett. Es sättigt gut und belastet den Verdauungstrakt minimal, was es zu einem idealen Schonkost-Rezept für die Aufbauphase macht.

Was trinken bei Darmproblemen und Schonkost

Die richtige Flüssigkeitszufuhr ist bei Magen-Darm-Problemen mindestens ebenso wichtig wie die Ernährung selbst. Bei Durchfall und Erbrechen verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Chlorid. Dieser Verlust muss ausgeglichen werden, um Dehydrierung und Kreislaufprobleme zu vermeiden. Experten empfehlen mindestens 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit täglich während akuter Darminfekte.

Besonders geeignet sind stilles Wasser, lauwarmer Kräutertee aus Kamille, Fenchel oder Pfefferminze, und verdünnter schwarzer Tee mit einer Prise Salz und einem Teelöffel Traubenzucker. Diese Kombination liefert wichtige Elektrolyte und Energie. Auch klare Gemüsebrühe mit wenig Salz ist wertvoll. Ungeeignet sind hingegen kohlensäurehaltige Getränke, unverdünnte Fruchtsäfte, Kaffee und Alkohol, da diese die Symptome verschlimmern können. Eine selbstgemachte Elektrolytlösung besteht aus einem Liter Wasser, einem gestrichenen Teelöffel Salz, acht Teelöffeln Zucker und optional etwas Orangensaft für Kalium – diese entspricht den WHO-Empfehlungen zur oralen Rehydration.

Wie lange sollte Schonkost nach Magen-Darm-Infekt eingehalten werden

Die Dauer der Schonkost hängt von der Schwere der Erkrankung und dem individuellen Heilungsverlauf ab. Bei einem unkomplizierten Magen-Darm-Infekt wird empfohlen, mindestens 2-3 Tage nach Abklingen der akuten Symptome weiterhin Schonkost zu praktizieren. In dieser Zeit regeneriert sich die Darmschleimhaut, und das Verdauungssystem normalisiert sich schrittweise. Insgesamt sollte die Schonkost-Phase 5 bis 7 Tage dauern.

Bei schwereren Verläufen, chronischen Darmentzündungen oder nach Norovirus-Infektionen kann eine Ausdehnung auf 10 bis 14 Tage sinnvoll sein. Die Rückkehr zur normalen Ernährung sollte schrittweise erfolgen: Zuerst werden gedünstete Lebensmittel erweitert, dann kleine Mengen Rohkost ergänzt, und schließlich fett- und ballaststoffreichere Lebensmittel integriert. Ein zu schneller Übergang kann zu einem Rückfall der Beschwerden führen. Gastroenterologen empfehlen 2026, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören und bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Nach einer Darmentzündung kann eine längerfristige angepasste Ernährung über mehrere Wochen notwendig sein, um chronische Probleme zu vermeiden.

Schonkost bei spezifischen Darmentzündungen

Verschiedene Formen von Darmentzündungen erfordern leicht angepasste Schonkost-Konzepte. Bei akuter Gastroenteritis steht die Flüssigkeitszufuhr im Vordergrund, gefolgt von leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa muss die Ernährung individuell an die Krankheitsphase angepasst werden.

Während eines akuten Schubs bei Colitis ulcerosa empfehlen Gastroenterologen eine sehr strenge Schonkost mit vorwiegend gekochten, pürierten Lebensmitteln. Ballaststoffe werden auf unter 10 Gramm täglich reduziert, um die mechanische Belastung zu minimieren. In der Remissionsphase kann die Ernährung wieder ausgeweitet werden, wobei individuelle Unverträglichkeiten beachtet werden müssen. Bei Reizdarmsyndrom hat sich die Low-FODMAP-Diät als wirksam erwiesen, die fermentierbare Kohlenhydrate reduziert. Studien aus 2025 zeigen, dass etwa 75 Prozent der Reizdarm-Patienten von dieser spezialisierten Form der Schonkost profitieren. Nach einer Magen-Darm-Grippe durch Noroviren ist besondere Vorsicht geboten, da die Darmschleimhaut stark geschädigt sein kann – hier wird eine mindestens einwöchige Schonkost-Phase empfohlen.

Häufige Fehler bei Schonkost vermeiden

Trotz bester Absichten werden bei der Umsetzung von Schonkost häufig Fehler gemacht, die den Heilungsprozess verzögern können. Ein klassischer Fehler ist die zu restriktive Ernährung über einen zu langen Zeitraum. Während eine kurze Phase strikter Schonkost sinnvoll ist, führt eine wochenlange Mangelernährung zu Nährstoffdefiziten und schwächt das Immunsystem. Besonders kritisch ist eine unzureichende Proteinzufuhr, die die Regeneration der Darmschleimhaut behindert.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die unzureichende Flüssigkeitsaufnahme. Viele Betroffene trinken zu wenig, weil sie Angst vor erneutem Durchfall haben – tatsächlich verschlimmert Dehydrierung jedoch die Symptome. Auch die falsche Zubereitung spielt eine Rolle: Zu heiße oder zu kalte Speisen reizen den Magen zusätzlich, ideal ist lauwarme Temperatur. Das hastige Essen ohne ausreichendes Kauen belastet die Verdauung unnötig. Experten empfehlen, jeden Bissen 15 bis 20 Mal zu kauen, um die Verdauungsarbeit zu erleichtern. Ein unterschätzter Fehler ist zudem die zu frühe Wiederaufnahme von Kaffee und Alkohol, die beide die Magenschleimhaut reizen und Durchfall fördern können. Mindestens eine Woche nach Symptomfreiheit sollte auf diese Genussmittel verzichtet werden.

Schonkost für Kinder mit Darmproblemen

Kinder mit Magen-Darm-Infekten benötigen eine speziell angepasste Schonkost, da ihr Flüssigkeits- und Nährstoffbedarf pro Kilogramm Körpergewicht höher ist als bei Erwachsenen. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder unter drei Jahren, bei denen Dehydrierung schnell lebensbedrohlich werden kann. Die Kinderärztliche Gesellschaft empfiehlt 2026, gestillte Säuglinge weiterhin zu stillen, da Muttermilch optimal verträglich ist und schützende Antikörper enthält.

Für ältere Kinder eignen sich geriebener Apfel, der durch seinen Pektingehalt Giftstoffe bindet, Zwieback, Banane und Karottensuppe besonders gut. Eine bewährte Methode ist die Bananen-Reis-Apfel-Toast-Diät (BRAT), die international anerkannt ist. Wichtig ist, dass Kinder nicht zum Essen gezwungen werden – der Körper signalisiert meist selbst, wann er wieder Nahrung aufnehmen kann. Die Flüssigkeitszufuhr hat absolute Priorität: Kleinkinder sollten alle 15 Minuten kleine Mengen trinken, etwa 5 bis 10 Milliliter. Orale Rehydrationslösungen aus der Apotheke sind für Kinder optimal zusammengesetzt. Bei anhaltendem Durchfall über 24 Stunden, hohem Fieber oder Anzeichen von Austrocknung wie eingesunkenen Augen oder trockenen Schleimhäuten ist sofortige kinderärztliche Behandlung erforderlich.

Probiotika und Präbiotika zur Unterstützung der Darmgesundheit

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die die Darmflora positiv beeinflussen und bei Magen-Darm-Problemen unterstützend wirken können. Aktuelle Studien aus 2025 zeigen, dass bestimmte Bakterienstämme wie Lactobacillus rhamnosus GG und Saccharomyces boulardii die Dauer von Durchfallerkrankungen um durchschnittlich 24 Stunden verkürzen können. Diese Mikroorganismen verdrängen pathogene Keime, stärken die Darmbarriere und modulieren das Immunsystem.

Natürliche Quellen für Probiotika sind fermentierte Lebensmittel, allerdings sind diese während der akuten Phase meist unverträglich. Nach Abklingen der Symptome können schrittweise kleine Mengen Naturjoghurt mit 1,5 Prozent Fett, milder Kefir oder fermentierte Gemüsesäfte eingeführt werden. Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, die als Nahrung für die guten Darmbakterien dienen. Dazu gehören Inulin, Oligofruktose und resistente Stärke. Während der Schonkost-Phase sind präbiotikareiche Lebensmittel meist noch zu belastend, aber in der Aufbauphase sind gekochte Pastinaken, abgekühlte gekochte Kartoffeln und Bananen geeignet. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie empfiehlt 2026, Probiotika-Präparate mit mindestens 10 Milliarden koloniebildenden Einheiten täglich für optimale Wirkung. Die Einnahme sollte über mindestens zwei Wochen erfolgen, um die Darmflora nachhaltig zu stabilisieren.

Wann ärztliche Hilfe bei Darmproblemen notwendig ist

Obwohl die meisten Magen-Darm-Infekte nach wenigen Tagen selbstlimitierend sind, gibt es Warnsignale, die eine ärztliche Abklärung erforderlich machen. Starker Durchfall über mehr als drei Tage, hohes Fieber über 39 Grad Celsius oder blutiger Stuhl sind absolute Alarmsignale. Auch starke Bauchschmerzen, die sich nicht durch Schonkost bessern, erfordern eine medizinische Untersuchung. Bei älteren Menschen über 65 Jahren und Personen mit geschwächtem Immunsystem ist besondere Vorsicht geboten.

Anzeichen einer Dehydrierung wie starker Durst, dunkler Urin, Schwindel, Verwirrtheit oder Herzrasen erfordern sofortige ärztliche Behandlung, möglicherweise mit intravenöser Flüssigkeitszufuhr im Krankenhaus. Wenn die Symptome trotz konsequenter Schonkost nach einer Woche nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern, kann eine ernsthafte Grunderkrankung vorliegen. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie oder andere Malabsorptionssyndrome müssen ausgeschlossen werden. Eine Stuhluntersuchung kann pathogene Keime wie Salmonellen, Campylobacter oder Parasiten identifizieren und ermöglicht eine gezielte Therapie. In Deutschland sind meldepflichtige Durchfallerkrankungen wie Noroviren, Rotaviren und bestimmte Bakterien gesetzlich zu melden, um Ausbrüche zu kontrollieren. Bei anhaltenden Darmproblemen ist eine gastroenterologische Fachberatung der richtige Schritt zur Diagnose und Behandlung.

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Wichtige Fragen und Antworten

Was ist die beste Schonkost für den Darm?

Die beste Schonkost für den Darm besteht aus leicht verdaulichen Lebensmitteln wie Kartoffeln, weißem Reis, Haferbrei, gedünstetem Gemüse (Karotten, Zucchini), magerem Geflügel und fettarmem Fisch. Besonders bewährt haben sich Karottensuppe nach Moro und Haferschleim. Diese Lebensmittel belasten den Verdauungstrakt minimal und liefern dennoch wichtige Nährstoffe. Die Zubereitung sollte ohne Fett durch Kochen, Dämpfen oder Dünsten erfolgen. Wichtig ist auch ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit stillem Wasser und Kräutertees. Nach aktuellen gastroenterologischen Empfehlungen 2026 sollte die Schonkost individuell angepasst und nicht zu restriktiv sein, um Mangelernährung zu vermeiden. Eine ausgewogene Schonkost über 5-7 Tage unterstützt die Regeneration der Darmschleimhaut optimal.

Welche Speisen beruhigen den Darm?

Beruhigende Speisen für den Darm sind vor allem Haferschleim, Karottensuppe, Kartoffelbrei ohne Milch, weißer Reis und Bananen. Diese Lebensmittel bilden einen schützenden Film auf der Magen-Darm-Schleimhaut und wirken entzündungshemmend. Kamillentee und Fencheltee haben zusätzlich krampflösende Eigenschaften. Geriebener Apfel liefert Pektine, die Giftstoffe binden. Zwieback und altbackenes Weißbrot sind leicht verdaulich und belasten nicht. Gedünstete Zucchini und Kürbis sind besonders mild. Wichtig ist die Temperatur: lauwarme Speisen werden am besten vertragen. Diese Lebensmittel reduzieren die Darmmotilität, fördern die Heilung und lindern Symptome wie Durchfall und Bauchkrämpfe. Eine Kombination verschiedener beruhigender Speisen über den Tag verteilt wirkt am effektivsten.

Was sollte man nicht essen bei Darmproblemen?

Bei Darmproblemen sollten fettreiche Speisen wie Pommes frites, fettes Fleisch, Wurst und Sahne gemieden werden. Blähende Lebensmittel wie Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Paprika verschlimmern Beschwerden. Rohkost, frisches Obst mit hohem Säuregehalt wie Zitrusfrüchte, scharfe Gewürze, Kaffee und Alkohol reizen die Darmschleimhaut zusätzlich. Auch kohlensäurehaltige Getränke, Vollkornprodukte und Milchprodukte mit hohem Fettgehalt sind ungeeignet. Fertiggerichte mit Zusatzstoffen, stark gewürzte Speisen und frittierte Lebensmittel belasten die Verdauung erheblich. Süßigkeiten, besonders solche mit Zuckeraustauschstoffen, können Durchfall verstärken. Diese Lebensmittel verzögern die Heilung und sollten mindestens bis eine Woche nach Symptomfreiheit vermieden werden, um einen Rückfall zu verhindern.

Wie lange sollte man nach einem Magen-Darm-Infekt Schonkost essen?

Nach einem Magen-Darm-Infekt sollte Schonkost für mindestens 5 bis 7 Tage eingehalten werden. Wichtig ist, auch 2-3 Tage nach Abklingen der akuten Symptome weiterhin schonend zu essen, da die Darmschleimhaut Zeit zur Regeneration benötigt. Bei schwereren Verläufen oder Norovirus-Infektionen kann eine Ausdehnung auf 10 bis 14 Tage sinnvoll sein. Die Rückkehr zur normalen Ernährung sollte schrittweise erfolgen: Zuerst gedünstete Lebensmittel erweitern, dann kleine Mengen Rohkost ergänzen, schließlich fett- und ballaststoffreichere Lebensmittel integrieren. Ein zu schneller Übergang kann Rückfälle verursachen. Bei chronischen Darmentzündungen kann eine längerfristige angepasste Ernährung über mehrere Wochen erforderlich sein. Individuelle Verträglichkeit und Körpersignale sollten beachtet werden. Bei anhaltenden Beschwerden ist ärztlicher Rat einzuholen.

Können Magen-Darm-Probleme Schwindel verursachen?

Ja, Magen-Darm-Probleme können definitiv Schwindel verursachen. Die Hauptursache ist Dehydrierung durch Durchfall und Erbrechen, wodurch der Körper Flüssigkeit und Elektrolyte verliert. Dies führt zu Kreislaufproblemen und Schwindel. Ein niedriger Blutdruck durch Flüssigkeitsmangel verstärkt diese Symptome. Auch der Verlust von Mineralstoffen wie Natrium und Kalium beeinträchtigt die Nerven- und Muskelfunktion, was Benommenheit auslösen kann. Bei schwerem Erbrechen kann eine Blutzuckerabsenkung auftreten, die ebenfalls Schwindel verursacht. Entzündliche Prozesse im Darm können zudem das vegetative Nervensystem beeinflussen. Bei starkem Schwindel, besonders in Kombination mit dunklem Urin, Herzrasen oder Verwirrtheit, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr mit Elektrolytlösungen ist entscheidend zur Vorbeugung und Behandlung von durch Magen-Darm-Probleme bedingtem Schwindel.

Sind Haferflocken gut bei Schonkost für den Darm?

Haferflocken sind ausgezeichnet für Schonkost, besonders als Haferschleim oder feiner Haferbrei zubereitet. Sie enthalten Beta-Glucane, die einen schützenden Film auf der Magen-Darm-Schleimhaut bilden und entzündungshemmend wirken. Haferflocken sind leicht verdaulich, liefern wertvolle Energie und stabilisieren den Blutzuckerspiegel. Sie enthalten zudem wichtige B-Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium und Eisen. Besonders feine Haferflocken oder Haferschmelzflocken sind ideal, da sie noch besser verträglich sind. Die Zubereitung sollte mit Wasser erfolgen, nicht mit Milch. Haferschleim, bei dem die Haferflocken lange gekocht und eventuell durchgesiebt werden, ist besonders schonend. Mit 40 Gramm Haferflocken auf 400 Milliliter Wasser entsteht eine sättigende, beruhigende Mahlzeit. Haferflocken können bereits am zweiten Tag nach Beginn der Symptomlinderung eingeführt werden und unterstützen die Darmregeneration nachhaltig.

Lebensmittelkategorie Empfohlene Lebensmittel Gesundheitlicher Nutzen
Kohlenhydrate Weißer Reis, Kartoffeln, Haferbrei, Zwieback Energielieferant, leicht verdaulich, beruhigt den Magen
Gemüse Karotten, Zucchini, Kürbis, Fenchel (gedünstet) Vitamine, Mineralstoffe, Pektine binden Giftstoffe
Proteine Hähnchenbrustfilet, Kabeljau, Scholle, fettarmer Quark Regeneration der Darmschleimhaut, Muskelerhalt
Getränke Stilles Wasser, Kamillentee, Fencheltee, Gemüsebrühe Hydration, Elektrolytausgleich, krampflösend
Spezialgerichte Karottensuppe nach Moro, Haferschleim Bindet Krankheitserreger, schützt Magenschleimhaut
Dauer 5-7 Tage nach Symptombeginn, bei Bedarf länger Vollständige Regeneration, Rückfallprävention

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